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Wasch- und Fotobeton

13. Mai 2014

Sichtbeton bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Eine davon besteht darin, seine Oberfläche zu modifizieren. Hierbei kann der Planer durch die Verwendung von Matrizen, das Auswaschen einer Zementschicht, den Einsatz von handwerklichen Bearbeitungsmethoden und vieles mehr Einwirkung auf das Aussehen des Sichtbetons nehmen.

Waschbeton – Beton, der sich gewaschen hat

Viele denken bei dem Begriff Waschbeton an Platten aus den 60er-Jahren, die eine grobe kugelige Gesteinskörnung zeigen und dem heutigen Ästhetik-Empfinden nicht mehr entsprechen. Doch diese Betrachtung allein wird dem Waschbeton nicht im Geringsten gerecht. Der Begriff beschreibt vielmehr ein Herstellungsverfahren, bei dem der Betonbauer zunächst die Schalung mit einem sogenannten Oberflächen- bzw. Erstarrungsverzögerer behandelt. Kommt der Beton mit ihm in direkten Kontakt, wird das Aushärten unterbunden, alle anderen Flächen erstarren ganz normal. Anschließend wird die Schalung mit Beton gefüllt. Sobald der Beton hinlänglich ausgehärtet ist, kann er aus der Schalung gelöst und seine Oberfläche mit einem scharfen Wasserstrahl ausgewaschen werden.

Grob und kugelig oder fein und scharfkantig

Hierdurch entfernt der Betonbauer die Zementschlämme und die Gesteinskörnung wird sichtbar. Je nach gewünschter Auswaschungstiefe können auch Bürsten zum Einsatz kommen. Für das Erscheinungsbild des Waschbetons ist die Farbe und Form der Gesteinskörnung entscheidend. Während früher die oben beschriebene kugelige Gesteinskörnung verwendet und der Beton sehr tief ausgewaschen wurde, bevorzugt man heute eher eine feine scharfkantige Gesteinskörnung und wäscht nur wenig Zementschlämme weg. Der so hergestellte Sichtbeton sieht einem Naturstein häufig zum Verwechseln ähnlich.

Fotobeton

Eine besondere Variante der Waschbetontechnik ist der sogenannte Fotobeton. Seine Herstellung basiert ebenfalls auf dem Auswaschen der obersten Zementschicht. Bei diesem Verfahren wird jedoch zunächst das gewünschte Bild in einzelne Bildpunkte zerlegt und das Motiv mithilfe von Oberflächenverzögerern auf ein spezielles Papier geplottet, das der Betonbauer in die Schalung legt. An den mit Oberflächenverzögerern bedruckten Stellen kann der Beton nicht abbinden, wodurch nach dem Auswaschen der Eindruck eines in den Beton gravierten Bildes entsteht.